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2008-06-12

schwere urteile in griechenland

Bild: Thessaloniki 2003

schwere urteile gegen 7 angeklagte von den demonstrationen gegen den EU-gipfel in thessaloniki 2003.

am 28.05.2008 wurden die urteile des am 07.05.2008 begonnen prozesses gegen die letzten 7 angeklagten von den demonstrationen gegen den EU – gipfel in thessaloniki 2003, verkuendet. die 7 wurden am 21.06.2003 waehrend den massiven protesten in thessaloniki verhaftet.

Source: http://austria.indymedia.org/node/10471 weiter...
2008-06-03

Greece: Heavy sentences for demonstrators against EU summit 2003

Bild: griechenland

On May 28 the judge sentenced seven demonstrators who had been arrested during the protests against the EU summit in Thessalonica, Greece in 2003

That summit was the last one to be held in the country presiding the EU at that moment. Because of continuing protests, the EU decided to hold the meeting fixed in Brussels.

Source: email weiter...
2008-04-11

Solidaridad procesados Salónica

Source: http://diariodevurgos.com
2008-04-09

THESSALONIKI: Solidaritäts-Ticker

Bild: Thessaloniki 2003

Am kommenden 07. Mai 2008 wird im griechischen Thessaloniki der Prozess gegen mehrere Demonstranten beginnen, die während der Proteste gegen den EU-MinisterInnengipfel 2003 verhaftet worden waren.

Darunter der junge Anarchist Fernando aus Burgos, dessen Verhaftung völlig willkürlich erfolgte. Von der griechischen Mainstreampresse wurde er als "hochgefährlicher, internationaler, anarchistischer Führer baskischer Herkunft" klassifiziert.

Die Gruppe der "Tessaloniki 7" war 5 Monate inhaftiert und hatte mit einem 53 tägigen Hungerstreik, der sie in einen alarmierenden Gesundheitszustand versetzt hatte, gegen die damalige Ungerechtigkeit protestiert. Zum Beispiel war einem der Verhafteten nachweislich ein Molotow-Cocktail in den Rucksack gesteckt worden. Der Vorgang wurde durch ein Amateurvideo belegt. Eine weltweite Solidaritätsmobilisierung konnte schliesslich erwirken, dass die griechische Regierung ihre Freilassung anordnete.

Source: http://de.indymedia.org weiter...
2006-12-22

EU-GIPFEL VOM 20.-22. JUNI IN THESSALONIKI: EINE KURZE CHRONOLOGIE

Thessaloniki

Zusammenfassung der Tage 17. – 25. Juni 2003

Dienstag 17.6.: Fahradkarawane aus Ljubljana erreicht Griechenland. 2000 Menschen auf Konzert auf Unicampus, Polizei mit Tränengasgewehren postiert sich.

Mittwoch 18.6.: Protestkundgebung vor der EU-Vertretung, Geschäfte werden verbarrikadiert, kleinere Aktionen. Polizei zeigt Präsenz und schikaniert teilweise mutmaßliche AktivistInnen.

Donnerstag 19.6.: Tag gegen Rassismus und Besetzung des Irak: ca. 15000 bei Demo der Antirassistischen Initiative und dem Thessaloniki Social Forum, ca. 4000 bei anarchistischer Demonstration. Beide Demos bunt und kraftvoll, trotz starker Polizeipräsenz bleibt es ruhig.

Freitag 20.6.: Für MigrantInnen und demokratische Rechte – Tag des Ungehorsams gegen die EU. Ca. 5000 demonstrieren in Chalkidiki vor der roten Zone, ein Block von mehreren hundert Menschen versucht die rote Zone anzugreifen: kurze und heftige Konfrontation wenige hundert Meter von der roten Zone entfernt. Mindestens drei AktivistInnen werden auf dem Rückzug verhaftet. Aktion an der griechisch-mazedonischen Grenze: Auf mazedonischer Seite befindet sich seit vier Jahren ein von der UNHCR geleitetes Lager für Roma, die aus dem Kosovo geflohen sind. Griechenland verweigert den Roma die Einreise. 220 DemonstrantInnen werden an der Überquerung der Grenze gehindert. Die AktivistInnen wollten den Roma humanitäre Güter bringen und ggf. beim Grenzübertritt behilflich sein.

Samstag 21.6.: Tag gegen Militarismus, NATO, Europäische Armee und Krieg: Ab 17 Uhr finden in Thessaloniki mehrere Demonstrationen statt, an denen sich bis zu 100.000 Menschen beteiligen. Anarchistische Demonstration: Erheblicher Sachschaden (lt. Polizei: 21 Geschäfte, 2 Banken, 1 Kiosk, 2 Bushaltestellen und 3 Autos zerstört). Auseinandersetzungen mit der Polizei, die massiv Tränengas einsetzt. Ein Teil der anarchistischen Demonstration zog sich zur Universität zurück. Es kam von dort zu Auseinandersetzungen mit der Polizei. Die Befürchtung, dass die Polizei auf das Gelände kommt, erfüllte sich nicht. Es kam zu 73 Festnahmen. Außer griechischen Gefangenen: 2 aus Spanien, 2 aus Österreich, 2 aus England, 1 aus Syrien (Mitglied in Gewerkschaft der griechischen Bauarbeiter wird, er wird in Syrien politisch verfolgt)

Sonntag 22.6.: Tag des Kampfes für Arbeit und soziale Rechte: Ab 10 Uhr Generalversammlung des GSF im Konferenz Zentrum von Thessaloniki. Antiautoritäre, antirassistische Demonstration mit ca. 2000 Menschen zur mazedonischen Bezirksregierung. Auf dem Rückweg wird eine Bank zerstört. Ca. 300 Leute beteiligen sich an einer Soli-Aktion vor dem Gericht in Thessaloniki für die Gefangenen der Proteste. Dabei kommt es zu Übergriffen der Polizei. Ein Franzose und eine Italienerin werden im Anschluss in der Nähe des Gerichtsgebäudes verhaftet, da sie angeblich eine Zwille im Auto hatten. Bis jetzt insgesamt über 100 Festnahmen: Von 61 dem Legal Team bekannten wurden 38 freigelassen. 22-35 sollen Haftrichter vorgeführt werden. Bei 14 Anklage nicht klar; bei 15 mittelschwere Vergehen, bei 7 schwere Vorwürfe. Rechtsanwälte und Ärzte bestätigen, dass einzelne Gefangene in der Haft von Polizisten misshandelt worden sind. 2 Minderjährige werden freigelassen, es befinden sich noch 27 in Haft.

Montag 23.6.: Vorwürfe gegen polizeiliche Ermittlungsmethoden: Einem Verhafteten wird der Besitz von einem schwarzen Rucksack mit Molotowcocktails angelastet. Ein Video, das im griechischen Fernsehen gesendet wurde, zeigt ihn mit einem blauen Rucksack und einen Zivilpolizisten, der einen schwarzen Rucksack bei ihm abstellt.

Dienstag 24.6.: Um 10 Uhr Vorführung von Gefangenen vor Richter. 22 Angeklagte werden vormittags z.T. gegen 1500� Kaution entlassen, u.a. die 2 Österreicher und der US-Amerikaner, andere gegen Auflagen. Der US-Amerikaner wird eine Stunde später wieder festgenommen. Er sitzt in Abschiebehaft. Anklagen wurden über Nacht erhöht und erweitert – ist lt. Aussage des Legal Teams ein einmaliger Vorgang. Laut Legal Team wurden alle Gefangene im Knast geschlagen und misshandelt: Sie mussten durch ein Spalier von Bullen laufen und wurden dabei von den Beamten mit Schlagstöcken traktiert. Eine Person wurde im Krankenhaus wegen einer Fußverletzung ärztlich behandelt. Keiner der anderen Gefangenen konnte einen Arzt oder Ärztin sehen.

Mittwoch 25.6.: Protestkundgebung mit ca. 60 Leuten vor Gericht mit Transparenten in englischer und spanischer Sprache. Haftprüfung der 8 Gefangenen, denen allesamt schwere Straftaten wie u.a. Besitz von Waffen und Explosivstoffen, Anstiftung und Teilnahme an einer Revolte , schwerer Landfriedensbruch vorgeworfen wird, verlief negativ. Die vier GriechInnen, 2 SpanierInnen, der Syrer und der Brite müssen zunächst in Haft bleiben.

2003-07-27

militant errors - Auswertung Thessaloniki 2003

militant errors
von der Un-Ästhetik des Widerstands
Eindrücke, Kritik und Fragen zu den Protesten gegen den EU-Gipfel in Thessaloniki und an die anarchistische Bewegung in Griechenland, Juni 2003

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2003-01-19

Aufruf der Antiautoritären Bewegung Salonika 2003

(Übersetzung, Original unter: www.resistance2003.gr)

Hallo GenossInnen,
nach einer Reihe von Gipfeln überall in Europa kommen die EU Chefs nun, ihre PartnerInnen in Griechenland zu besuchen und Entscheidungen für uns - ohne uns - zu treffen.
Wir verkünden, dass sie uns auf jeden Schritt in unseren Städten vorfinden werden. Wo immer sie gehen, wir werden präsent sein und wir werden an der Seite der ArbeiterInnen und der einfachen Leute stehen, die sich in allen möglichen Formen der brutalen kapitalistischen Globalisierung widersetzen.

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2002-07-07

ZUM EU-GIPFEL JUNI 2003 NACH THESSALONIKI - Fahrrad Karawane durch den Balkan

2003

der Weg ist das Ziel, deswegen Fahrrad (und Bauwagen?) Karawane durch den Balkan Derzeit ist noch unbekannt, welche Fiesheiten auf dem EU-Gipfel in Thessaloniki der Öffentlichkeit präsentiert werden. Jedoch darf mensch sicher sein, dass die EU-Osterweiterung, die Abschottung der EU-Grenzen - insbesondere im Osten - gegenüber MigrantInnen und die Militärpräsenz führender EU-Staaten im Balkan auf der Agenda stehen dürfte. Auch die weitere Durchkapitalisierung des Balkans nach der Zerschlagung Yugoslaviens, die Zurichtung der dortigen Wirtschaft auf die Kapitalinteressen der großen EU-Konzerne wird politisch weiter abgesichert. Mal abgesehen von so großen Ereignissen wie dem Krieg im Kosovo und dem Kriegsverbrecherprozess in Den Haag ist das Interesse auch der breiteren linken Öffentlichkeit hierzulande an den Entwicklungen auf dem Balkan eher mager. Angesichts der immensen ökonomischen und militärstrategischen Bedeutung, die dem Balkan in der ihm zugedachten Rolle als deutsch- europäischer Hinterhof und als Brücke zum EU-Beitrittskandidaten und Natopartner Türkei zukommt, ist dies unverständlich.

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